Hausverkauf Energieausweis

 

Der Ge­setz­­ge­ber schreibt bei ei­nem Im­mo­bi­li­en­ver­kauf oder ei­ner Ver­mie­tung die Vor­la­ge ei­nes Energie­aus­wei­ses vor. Es reicht nicht aus, den Aus­weis bei Ver­trags­ab­schluss be­reit­zu­hal­ten. Das Do­ku­ment muss be­reits bei der er­sten Be­sich­ti­gung vor­lie­gen.

Der Bun­des­tag hat am 18.6.2020 be­schlos­sen, die En­er­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) und das Er­neu­er­ba­re-En­er­gi­en-Wär­me­ge­setz (EEWärmeG) in ei­nem neu­en Ge­setz zu­sam­men­zu­fas­sen.

Das Ge­setz zur Ein­spa­rung von En­er­gie und zur Nut­zung Er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en zur Wär­me- und Käl­te­er­zeu­gung in Ge­bäu­den (Ge­bäu­de­en­er­gie­ge­setz - GEG), wur­de am 8.8.2020 ver­öf­fent­licht und ist am 1. No­vem­ber 2020 in Kraft ge­tre­ten.

Zu­sam­men­fas­send kann ge­sagt wer­den, dass es in­halt­lich kaum Än­de­run­gen zu den be­steh­en­den Re­gel­un­gen gibt. Im Jahr 2023 sol­len die Re­ge­lun­gen noch­mals über­prüft wer­den.

Hausverkauf Energieausweis
© Energieausweis: Makler-lotse.de

Was ist ein Energieausweis?

Dem En­er­gie­aus­weis ent­neh­men Sie An­ga­ben zum en­er­ge­ti­schen Zu­stand ei­ner Im­mo­bi­lie. Auf die­ser Grund­lage sol­len po­ten­ti­el­le Käu­fer oder Mie­ter er­fah­ren, mit wel­chen En­er­gie­kos­ten zu rech­nen ist. An­hand der Wer­te las­sen sich ver­schie­de­ne Ob­jek­te ver­glei­chen. Mit dem

  • Bedarfsausweis und
  • dem Verbrauchsausweis

gibt es zwei ver­schie­de­ne Ar­ten von Aus­wei­sen. Vom Tag der Aus­stel­lung an ist der Aus­weis zehn Jahre lang gültig.

Ei­nen Be­darfs­aus­weis be­nö­ti­gen Sie für al­le Im­mo­bi­li­en mit bis zu vier Wohn­ein­hei­ten, die vor dem Jahr 1978 erbaut wur­den. Der Bau­an­trag für die Ge­bäu­de muss vor dem 1.11.1977 ge­stellt wor­den sein. Eine zwi­schen­zeit­li­che Sa­nie­rung des Ge­bäu­des darf nicht er­folgt sein. Die An­ga­ben im En­er­gie­aus­weis ge­ben nicht den tat­säch­li­chen En­er­gie­ver­bra­uch der Be­woh­ner wie­der. Die Be­rech­nun­gen er­fol­gen auf Ba­sis ver­schie­de­ner Wer­te wie der tech­ni­schen Aus­stat­tung und den ver­wen­de­ten Bau­ma­te­ri­alien.

Han­delt es sich um eine Im­mo­bi­lie, die nach 1978 er­baut wur­de, ist der Ver­brauchs­aus­weis ver­pflich­tend und für die Er­stel­lung des En­er­gie­aus­wei­ses zu­grun­de zu le­gen. Der Ver­brauchs­aus­weis ori­en­tiert sich an­ders als der Be­darfs­aus­weis am En­er­gie­ver­bra­uch der letzten drei Jah­re.

Welche Unterlagen sind für die Erstellung des Energieausweises notwendig?

Auf Wunsch ver­an­lasst der Im­mo­bi­li­en­mak­ler die Er­stel­lung des En­er­gie­aus­wei­ses. Da­mit das Do­ku­ment aus­ge­fer­tigt wer­den kann, sind fol­gen­de Un­ter­la­gen vor­zu­le­gen:

Grun­driss und Schnitt des Ge­bäu­des, La­ge­plan, Bau­be­schrei­bun­gen, Heiz­ko­sten­ab­rech­nun­gen der letz­ten Jah­re, An­ga­ben zu Däm­mun­gen sowie Wand-, Boden- und De­cken­auf­bau­ten, Pro­to­kol­le des Schorn­stein­fe­gers und Un­ter­la­gen über die An­la­ge­tech­nik im Ge­bäu­de.

Was kostet ein Energieausweis?

Die Kos­ten sind vom je­wei­li­gen Ein­zel­fall ab­hän­gig. In der Re­gel ver­ur­sacht ein Be­darfs­aus­weis höhere Kos­ten, da hier um­fang­rei­che­re Be­stands­auf­nah­men und Aus­wer­tun­gen not­wen­dig sind. Zu­dem va­ri­ie­ren die Prei­se in je­dem Bun­des­land und sind auch vom An­bie­ter ab­hän­gig. Bei ei­nem Ver­brauchs­aus­weis lie­gen die Kos­ten in der Re­gel zwi­schen 30 und 120 Euro. Deut­lich teurer wird der Be­darfs­aus­weis, hier müs­sen Sie ab­hän­gig vom Auf­wand mit Kos­ten zwi­schen 150 und 1.000 Euro rech­nen.

Ar­bei­ten Sie mit ei­nem Im­mo­bi­li­en­mak­ler zu­sam­men, wenn Sie ei­ne Im­mo­bi­lie ver­kaufen möch­ten, über­nimmt der Mak­ler eine ko­sten­lo­se En­er­gie­aus­weis­er­stel­lung. Mit dem Mak­ler-Lot­se fin­den Sie ei­nen ge­prüf­ten Im­mo­bi­li­en­mak­ler aus Ihrer Re­gi­on. Die Mak­ler­such­ma­schi­ne fil­tert den ge­sam­ten Im­mo­bi­li­en­markt, um ei­nen pas­sen­den Fach­mann für Ihr Vor­ha­ben zu emp­feh­len.