Hausverkauf Energieausweis

 

Der Gesetz­geber schreibt bei einem Immobilienverkauf oder einer Vermietung die Vorlage eines Energieausweises vor. Es reicht nicht aus, den Ausweis bei Vertragsabschluss bereitzuhalten, das Dokument muss bereits bei der ersten Besichtigung vorliegen.

Schal­ten Sie ei­ne An­zei­ge in ei­nem Im­mo­bi­li­en­por­tal, ist die An­ga­be der En­er­gie­ef­fi­zi­enz ver­pflich­tend. Der Ge­setz­ge­ber hat mit der En­er­gie­spar­ver­ord­nung, kurz EnEV im Jahr 2014 ei­ne ent­spre­chen­de Grund­la­ge ge­schaf­fen.

Be­stim­mte Im­mo­bi­li­en sind von der Aus­weis­pflicht be­freit. So müs­sen Sie bei Im­mo­bi­li­en, die klei­ner als 50 m² sind oder bei Denk­mal­schutz­im­mo­bi­li­en kei­nen Aus­weis vor­le­gen. Auch wenn es sich um Ge­bäu­de mit ei­ner spe­zi­el­len Nut­zung wie Stal­lun­gen, Werk­stät­ten oder Ge­wächs­häu­ser han­delt, ist der En­er­gie­aus­weis nicht vor­ge­schrie­ben. Bei Im­mo­bi­li­en, die we­ni­ger als 60 Tage im Jahr ge­nutzt wer­den, ist der Aus­weis nicht ver­pflich­tend. Dabei kann es sich bei­spiels­wei­se um Fe­ri­en­häu­ser han­deln. Die Ge­bäu­de dür­fen nicht re­gel­mäß­ig ge­heizt oder ge­kühlt wer­den.

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Was ist ein Energieausweis?

Dem En­er­gie­aus­weis ent­neh­men Sie An­ga­ben zum en­er­ge­ti­schen Zu­stand ei­ner Im­mo­bi­lie. Auf die­ser Grund­lage sol­len po­ten­ti­el­le Käu­fer oder Mie­ter er­fah­ren, mit wel­chen En­er­gie­kos­ten zu rech­nen ist. An­hand der Wer­te las­sen sich ver­schie­de­ne Ob­jek­te ver­glei­chen. Mit dem

  • Bedarfsausweis und
  • dem Verbrauchsausweis

gibt es zwei ver­schie­de­ne Ar­ten von Aus­wei­sen. Vom Tag der Aus­stel­lung an ist der Aus­weis zehn Jahre lang gültig.

Ei­nen Be­darfs­aus­weis be­nö­ti­gen Sie für al­le Im­mo­bi­li­en mit bis zu vier Wohn­ein­hei­ten, die vor dem Jahr 1978 erbaut wur­den. Der Bau­an­trag für die Ge­bäu­de muss vor dem 1.11.1977 ge­stellt wor­den sein. Eine zwi­schen­zeit­li­che Sa­nie­rung des Ge­bäu­des darf nicht er­folgt sein. Die An­ga­ben im En­er­gie­aus­weis ge­ben nicht den tat­säch­li­chen En­er­gie­ver­bra­uch der Be­woh­ner wie­der. Die Be­rech­nun­gen er­fol­gen auf Ba­sis ver­schie­de­ner Wer­te wie der tech­ni­schen Aus­stat­tung und den ver­wen­de­ten Bau­ma­te­ri­alien.

Han­delt es sich um eine Im­mo­bi­lie, die nach 1978 er­baut wur­de, ist der Ver­brauchs­aus­weis ver­pflich­tend und für die Er­stel­lung des En­er­gie­aus­wei­ses zu­grun­de zu le­gen. Der Ver­brauchs­aus­weis ori­en­tiert sich an­ders als der Be­darfs­aus­weis am En­er­gie­ver­bra­uch der letzten drei Jah­re.

Welche Unterlagen sind für die Erstellung des Energieausweises notwendig?

Auf Wunsch ver­an­lasst der Im­mo­bi­li­en­mak­ler die Er­stel­lung des En­er­gie­aus­wei­ses. Da­mit das Do­ku­ment aus­ge­fer­tigt wer­den kann, sind fol­gen­de Un­ter­la­gen vor­zu­le­gen:

Grun­driss und Schnitt des Ge­bäu­des, La­ge­plan, Bau­be­schrei­bun­gen, Heiz­ko­sten­ab­rech­nun­gen der letz­ten Jah­re, An­ga­ben zu Däm­mun­gen sowie Wand-, Boden- und De­cken­auf­bau­ten, Pro­to­kol­le des Schorn­stein­fe­gers und Un­ter­la­gen über die An­la­ge­tech­nik im Ge­bäu­de.

Was kostet ein Energieausweis?

Die Kos­ten sind vom je­wei­li­gen Ein­zel­fall ab­hän­gig. In der Re­gel ver­ur­sacht ein Be­darfs­aus­weis höhere Kos­ten, da hier um­fang­rei­che­re Be­stands­auf­nah­men und Aus­wer­tun­gen not­wen­dig sind. Zu­dem va­ri­ie­ren die Prei­se in je­dem Bun­des­land und sind auch vom An­bie­ter ab­hän­gig. Bei ei­nem Ver­brauchs­aus­weis lie­gen die Kos­ten in der Re­gel zwi­schen 30 und 120 Euro. Deut­lich teurer wird der Be­darfs­aus­weis, hier müs­sen Sie ab­hän­gig vom Auf­wand mit Kos­ten zwi­schen 150 und 1.000 Euro rech­nen.

Ar­bei­ten Sie mit ei­nem Im­mo­bi­li­en­mak­ler zu­sam­men, wenn Sie ei­ne Im­mo­bi­lie ver­kaufen möch­ten, über­nimmt der Mak­ler eine ko­sten­lo­se En­er­gie­aus­weis­er­stel­lung. Mit dem Mak­ler-Lot­se fin­den Sie ei­nen ge­prüf­ten Im­mo­bi­li­en­mak­ler aus Ihrer Re­gi­on. Die Mak­ler­such­ma­schi­ne fil­tert den ge­sam­ten Im­mo­bi­li­en­markt, um ei­nen pas­sen­den Fach­mann für Ihr Vor­ha­ben zu emp­feh­len.